Vermessung der Papille (Tomographische Untersuchung HRT) Bei einem Glaukom ("grüner Star") entsteht eine Schädigung des Sehnerven mit irreversibler Schädigung der Sehfunktion, wenn der erhöhte Augendruck die Papille (Sehnervenkopf) aus dem Auge hinausdrückt. Dieser Schaden ist an einer zunehmenden Eindellung der Papille erkennbar und führt zu Ausfällen im Gesichtsfeld, die schließlich unbehandelt zur Erblindung führen. Die Behandlung besteht in einer Drucksenkung auf verträgliche Werte,
wobei früher eine Senkung unter 20 mmHg als ausreichend angesehen
wurde. Ob eine hinreichende Drucksenkung erfolgte, wurde mit Gesichtsfeldkontrollen
beurteilt. Dabei kam es jedoch trotz Drucksenkung unter 20 mmHg immer
wieder vor, dass Gesichtsfeldausfälle auftraten. Findet man jedoch erst einmal Gesichtsfeldausfälle, ist es bereits zu einer irreversiblen Schädigung der Sehfunktion gekommen. Man hat sich daher bemüht, einen Messwert für die individuelle Drucktoleranz zu finden, der bereits vor einer irreversiblen Sehschädigung anspricht. Jedem Augenarzt sind Glaukom-Patienten bekannt, bei denen der Sehnervenkopf (Papille) eine tiefe Delle (Exkavation) aufweist, ohne dass wesentliche Gesichtsfeldausfälle vorliegen. Bisher war die Beurteilung der Papille nur mittels Betrachtung mit dem Augenspiegel möglich und wurde durch Beschreibung oder Skizze festgehalten. Hiermit war aber der Verlauf nur relativ ungenau zu erkennen und zu dokumentieren. Neuerdings steht jedoch eine präzise Laserausmessung der Papillenform zur Verfügung. Diese ermöglicht in bisher nicht geahnter Präzision die stereoskopische Vermessung des Sehnervenkopfes und insbesondere eine genaue Berechnung einer bestehenden Eindellung. So ermöglicht sie eine exakte Dokumentation und Verlaufkontrolle der Papillenform. Damit lassen sich selbst kleinste Veränderungen der Sehnervenoberfläche frühzeitig erkennen.
Diese Methode ist insbesondere bei folgenden Fragestellungen wertvoll:
Die Untersuchung dauert nur wenige Minuten. Sie ist völlig schmerzlos und ungefährlich. Meist ist nicht einmal eine Erweiterung der Pupille erforderlich. Wir können Ihnen jetzt diese moderne Untersuchungstechnik durch unsere Aachener augenärztliche Apparategemeinschaft anbieten. Falls Sie Interesse an dieser verbesserten Diagnostik haben, können Sie gerne einen Termin vereinbaren.
Für Mitglieder gesetzlicher Krankenkassen: Das neu entwickelte Verfahren der tomographischen Untersuchung/Vermessung der Papille (Heidelberger-Retinatomograph, HRT) geht über den derzeitigen Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenversicherung hinaus. Ihre gesetzliche Krankenkasse darf deshalb die Kosten für diese Untersuchung nicht übernehmen. Eine Untersuchung ist aber auch für Sie möglich, wenn Sie
auf der Basis einer Privatbehandlung die entstehenden Kosten von 86,20 € selbst übernehmen. |
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Wegbeschreibung "Präzisionsvermessung des Sehnerven (HRT)" Die Untersuchung findet im Luisenhospital, Boxgraben 99 in Aachen statt. Parken: Untersuchungsraum: Eine detailierte Anfahrts- und Wegbeschreibung finden Sie auf der Internet-Seite
des Luisenhospitals: |
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