Das Glaukom (Grüner Star)

Was genau ist ein Glaukom (Grüner Star)?

Das Glaukom ist eine Erkrankung des Sehnerven.
Der Sehnerv leitet die wahrgenommenen Lichtimpulse in unser Gehirn weiter, wo Sie wahrgenommen werden – Ein Prozess, den wir "Sehen" nennen.

Beim Glaukom gehen die Fasern der Sehnerven allmählich zugrunde. Die Ursachen für dieses Absterben von Nervenzellen ist letztlich unbekannt. Was jedoch bekannt ist und auch behandelt werden kann, sind einige der wichtigsten Risikofaktoren. Einer der Risikofaktoren ist der erhöhte Augeninnendruck. Die Grenze wird bei 22 mmHg gezogen. Wer ständig einen Druck über diesen Wert hat, sollte regelmäßig zur Kontrolluntersuchung gehen.
Doch Vorsicht: Auch bei einem normalen Augeninnendruck kann es zu einem Glaukom kommen! Genauso wenig Menschen mit leicht oder mäßig erhöhtem Augeninnendruck erkranken automatisch.

Die Frage, ob jemand unter einem druckbedingtem Glaukom leidet, hängt weniger von einem bestimmten Wert ab, als vielmehr von der individuellen Fähigkeit der Sehnervs, einen bestimmten Druck aushalten zu können. Diese Drucktoleranz ist bei jedem Menschen unterschiedlich. Ein weiterer Risikofaktor ist eine gestörte Durchblutung der hinteren Augenabschnitte.

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Gesichtsfeldausfälle bei Glaukom, verschiedene Stadien

Früherkennung kann helfen!

Die meisten Glaukome schmerzen nicht und würden dem Betroffenen erst im fortgestrittenen Stadium auffallen – der Kranke bemerkt sein Glaukom praktisch nicht!
Daher gilt: Patienten, besonders ab 40 Jahre, gefährdete Personengruppen wie Diabetiker, Kurzsichtige oder wo ein Glaukom in der Familie bekannt ist, sollten jährlich zur Vorsorge gehen.
Ob Sie an einem Glaukom leiden, kann nur nach Erhebung notwendiger Faktoren und sämtlicher Untersuchungsergebnisse entschieden werden. Entscheidend ist auch die Beurteilung des Sehnervenkopfes, an dem der Augenarzt erkennen kann, ob bereits Schädigungen vorliegen. Der Sehnerv kann jetzt auch mit einer Laseruntersuchung (HRT) auf das genauste ausgemessen werden um noch frühzeitiger Veränderungen festzustellen.

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Die Therapie – es gibt keine Heilung, wohl aber Rettung

Das Glaukom ist eine chronische Erkrankung und kann nicht geheilt werden. Mit dem heutigen therapeutischen Möglichkeiten jedoch kann man bei rechtzeitiger Therapieeinleitung meist das bestehende Sehvermögen erhalten werden und eine Verschlechterung oder gar Erblindung verhindern.

Grundsätzlich gibt es drei Arten in der Glaukom-Therapie:

  • Operation
  • Laserbehandlung
  • medikamentöse Therapie

Laser und OP zielen auf eine Senkung des Augeninnendruckes und werden vor allem dann empfohlen, wenn sehr hohe Druckwerte vorliegen und eine konservative Therapie mit drucksenkenden Augentropfen nicht mehr hilft. Aber bei der Mehrheit der Patienten kann der Augeninnendruck mit Augentropfen gut eingestellt werden. Das bewirkt eine Senkung des Augeninnendrucks und eine Entlastung des Sehnervs, weiteren Schäden können so vermieden werden.

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