Akupunktur in der Augenheilkunde

Augenakupunktur

Heilen durch Reizung von Akupunkturpunkten ist eine der ältesten natürlichen Heilmethoden der Welt. Bereits vor 3000 Jahren wurden in China auf diese Art Erkrankungen geheilt. Durch Einstiche mit Nadeln an genau festgelegten Punkten der Haut werden die Selbstheilungskräfte des Organismus angeregt ("Reiz"-Therapie) und gestörte Körperfunktionen wieder normalisiert.

Die klassische Körper-Akupunktur ist in Tausenden von wissenschaftlichen Untersuchungen und Anwenderbeobachtungen beschrieben.

Die einzelnen Akupunkturpunkte sind am Körper von Mensch und Tier genau anatomisch festgelegt. Verbindet man sie, ergeben sich Leitlinien ("Meridiane"), in denen nach altchinesischer Auffassung die sogenannte Lebensenergie "Qi" mit ihren Anteilen Yin und Yang fließt.

Diese beiden lebenserhaltenden Kräfte sind im Körper gleichzeitig - als Gegenpole wirksam.

Die Monade ist das berühmteste Symbol für die Wechselbeziehungen von Yin und Yang:

Ihr Gleichgewicht stellt den idealen Gesundheitszustand dar, ein Ungleichgewicht führt auf Dauer zu Krankheit. Die Meridiane verlaufen netzförmig über und im gesamten Körper. Über ihre langen Verläufe kann auch auf weit entfernte Körperstelle eingewirkt werden ("Fern"-Punkte).

Dadurch können z. B. bei Augenerkrankungen auch Punkte an den Füßen Verwendung finden. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Akupunkturpunkte zu reizen:

mit Nadeln (Akupunktur, aus lateinisch acus = Nadel, punktum = Stich), durch Wärme (Moxibustion), Ultraschall, Strom (Elektroakupunktur) Laserstrahlen, durch Fingerdruck (Akupressur) oder sogar durch bloßes Streicheln.

De-Qi : die Energie kommt

Bei der Körperakupunktur kommen feine Nadeln zum Einsatz. Diese sind an der Spitze abgerundet, um nicht zu verletzen. Sie spüren keinen Schmerz, nur das sogenante "de-Qi"-Gefühl: die Energie kommt!

Danach tritt wohlige Entspannung ein. Einige Patienten schlafen während der 20 bis 30 - minütigen Liegedauer der Nadeln sogar ein. Daher sollten Sie auch nach einer Akupunkturbehandlung nicht sofort Auto fahren, denn der "entstresst", ausgeglichene Zustand von Geist, Körper und v. a. der Muskeln hält noch lange an.

 

Akupunktur wirkt

Wissenschaftliche Untersuchungen haben belegt, dass die Akupunktur sowohl über das Nervensystem als auch über die Hormone durchblutungssteigernde , muskelentspannende und schmerzlindernde Wirkung hat. Bei Augenpunkten ist die Durchblutung der Augengefäße im Gehirn verbessert. Außerdem tritt eine Harmonisierung der Psyche und des unbewussten Nervensystems ein.

Diese Phänomene werden zum Teil so erklärt:

Der Stichreiz bei der klassischen Akupunktur wird über das Nervensystem ins Rückenmark und in das Gehirn weitergeleitet. Dort werden Nerven-Schaltstellen beeinflusst, welche u. a. die Schmerzweiterleitung ins Großhirn vermindern, die Muskelspannung positiv beeinflussen, die Durchblutung der verschiedenen Körperareale anregen wie z. B. Hirn-Gefäße, die das Auge versorgen. Zusätzlich wird der Stichreiz in einigen Fällen über das Rückenmark direkt auf innere Organe weitergeleitet, die in ihrer Funktion angeregt werden. Die Ohrakupunktur wirkt anders , besonders bei Schmerzen sehr schnell wohl über die sog. "formatio reticularis ".

Keine Nebenwirkungen: Selbstheilung

Im Gehirn kommt es zu Veränderung bei Hormonen und nervenbeeinflussenden Substanzen (z. B: Serotonin , Endorphine). Besonders wichtig: Die Akupunktur bringt bei richtiger Anwendung absolut keine Nebenwirkungen mit sich -wohl der größte und entscheidendste Vorteil einer Akupunktur-Therapie.

Denn Ihr Körper erhält vom Arzt nur den Reiz, die Information, dass er etwas tun soll.

Heilen tut er sich selbst gemäß der alten Weisheit der antiken Ärzte:
"medicus curat , natura ganat": Der Arzt kuriert, die Natur heilt.

 

In unserer Praxis behandeln wir mit Akupunktur u. a.

Glaukom, Maculadegeneration, Myopie, Tinnitus, Verschlüsse der Arterien oder Venen im Auge.